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29.03.2019

So schnell ist moderner Flexodruck

Am 27. und 28. März lud Maschinenbauer W&H zur Open House “Experience the Future of Flexo” ein. Mehr als 500 internationale Besucher waren beim Spezialisten für flexible Verpackungen in Lengerich zu Gast. Sie erlebten live, wie schnell ein optimierter Flexodruckprozess heute sein kann: Ein vormittags gemachtes Gruppenbild wurde nur 3 Stunden später bei der Maschinenvorführung der NOVOFLEX II bereits in höchster Qualität mit 600 Meter pro Minute produziert. Jobwechsel im 5-Minuten-Takt demonstrierten die Effizienz der W&H Maschinen und ihrer intelligenten Automatisierungen auch bei kurzen Aufträgen.

Highlight der Open House war die Premiere der Hochleistungs-Flexodruckmaschine NOVOFLEX II, die anspruchsvollste Motive in höchster Geschwindigkeit druckt. Die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage demonstrierte W&H mit Wechseln zwischen zwei Motiven bei einer Geschwindigkeit von 600 m/min. Beide Motive waren anspruchsvolle Hochlineatur-Klischeeraster mit besonders ausgeprägten Klischeeanlaufkanten. Auf dem ersten Motiv befand sich bereits das erst vormittags aufgenommene Gruppenbild der Gäste.

Schnelligkeit im Gesamtprozess

Ermöglicht wurde die Umsetzung vom Bild zum fertigen Druck in 3 Stunden durch einen optimierten Gesamtprozess. Partner KODAK FLEXCEL produzierte mit der FLEXCEL NX Ultra Lösung in weniger als einer Stunde druckfertige Ultra Platten. Die NOVOFLEX II mit besonders übersichtlich aufgebautem Druckwerk und automatischem Lager- und Sleeve-Ausschiebesystem ermöglicht einen Sleevewechsel in wenigen Minuten. Die EASY Automationsmodule sorgen für einen schnellen Andruck sowie für die Klischeebeistellung und Registereinstellung in unter 90 Sekunden. „Wir wollten demonstrieren, dass der Flexodruck mit seiner hohen Qualität und bewährten Prozesssicherheit mit modernen W&H Maschinen und einem optimierten Gesamtprozess eine enorme Flexibilität und Schnelligkeit ermöglicht. Die Reaktionen der Gäste zeigen: Wir haben überzeugt“, fasst Hermann Veismann, Leiter Geschäftsbereich Druck bei W&H zusammen.

 

Leistungsfähigkeit über das gesamte Portfolio

Das dies nicht nur für die Hochleistungsmaschine NOVOFLEX II gilt, bewies die Vorführung der MIRAFLEX II, die mit über 650 verkauften Maschinen die meistverkaufte Flexodruckmaschine und der Allrounder im Portfolio ist. Sie wurde sowohl in bewährter Dual-Port-Ausführung als auch als neue Single-Port gezeigt, die mit ihrem kompakten Design in nahezu jede Produktionsumgebung passt. Dank Face-to-Face Wicklerkonfiguration gibt es einen zentralen Be- und Entladebereich für die Wickler, wodurch Bahn- und Bedienerwege kürzer sind. Die Single-Port zeigte auch die Weiterentwicklungen im Bereich VISION, den vollintegrierten Druckbeoachtungsmodulen. Besonderes Interesse zeigte das Publikum an dem einzigartigen Head-Up Display und der intelligenten Druckfehlerklassifizierung. „Die vorgeführten Entwicklungen sind Teil unserer Ausrichtung auf PACKAGING 4.0: Intelligente Maschinen, intuitive Bedienung und integrierte Prozesse“, so Veismann.

CMYK-Farbseparation zu Multicolor-Separation

Die Vorführung der beiden MIRAFLEX II Ausführungen nutzte W&H zusätzlich für einen direkten Vergleich der CMYK Farbseparation zur Multicolor-Separation. Während die Single-Port in 4C druckte, arbeitete die Dual-Port mit einer festen 7C-Farbpalette. Durch diesen direkten Systemvergleich konnten die Besucher einen Eindruck bekommen, welche Vorteile und Möglichkeiten die konsequente Nutzung eines erweiterten Farbraums bietet. In diesem Zusammenhang wurden die technischen Highlights im Bereich von Einfärbung, Farbwerksaufbau und Antriebstechnik der W&H Druckmaschinen eindrucksvoll demonstriert.

Maschinennutzen durch digitale Services maximieren

Neue digitale Technologien erleichtern künftig den Kundensupport. Das Informations- und Diagnosezentrum (IDZ) demonstrierte bei einem Live-Troubleshooting den Einsatz einer digitalen Datenbrille: Ein Kunde, der technischen Support benötigt, setzt das Headset mit integrierter Kamera auf und verbindet sich darüber mit einem Experten vom IDZ. Dieser sieht über die Kamera in Echtzeit alles, was der Kunde sieht und kann ihm so schnell und einfach helfen. Mittelfristig werden die digitalen Services sowohl in der Beratung als auch in Trainings eingesetzt. „Mit der digitalen Datenbrille bringen wir unsere Experten noch näher an unsere Kunden. So sind wir in der Lage, unseren Service noch einfacher, schneller und komfortabler für unsere Kunden zu gestalten“, so der Leiter des IDZ Christian Brönstrup.