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Mit der richtigen Technologie Barrierefolien effizient produzieren

Mit der richtigen Technologie Barrierefolien effizient produzieren

Hochwertige Barrierefolien werden weltweit eingesetzt, um Lebensmittel und andere sensible Güter zu schützen. Der globale Bedarf wächst, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Leistungsmerkmale und Nachhaltigkeit der Verpackungslösung. Welche Technologie wann am effizientesten ist und warum erste Kunden bei der Blasfolie auf 11-Schicht-Anlagen setzen, erklärt Andreas Hoppe, Experte für Barriereanwendungen beim Maschinenbauer W&H.

Bei der Auswahl der richtigen Technologie zur Barrierefolienproduktion haben Folienproduzenten die Wahl zwischen Blasfolien- und Gießfolientechnologie. Welches Verfahren effizienter ist, hängt von der Endanwendung und den benötigten Folieneigenschaften ab. Foliendicke, Höhe der Gasbarriere, Folienfestigkeit und Siegelfähigkeit spielen eine Rolle. Gießfolienanlagen mit höherem Ausstoß sind bei großen Losgrößen besonders wirtschaftlich. Besonders dickere Folien mit hoher Transparenz können durch die effiziente Kühlung optimal als Gießfolie produziert werden, beispielsweise für Tiefzieh-Anwendungen. Werden verschiedene Formate und Dicke benötigt, beispielsweise bei Deckelfolien, punktet die Blasfolie mit Flexibilität durch schnelle Formatwechsel. Durch die geringere Kühlung und daraus folgender höhere Kristallinität können außerdem Anwendungen mit höherer Steifigkeit produziert werden.

7- und 9-Schicht-Anlagen sind der Standard, 11-Schicht ist der nächste Schritt in die Zukunft

Gießfolienanlagen mit 11- und mehr Schichten sind bereits seit längerem im Einsatz. Auch bei der Blasfolie zeigt sich ein Trend zu Mehrschicht-Anlagen. „7- und 9- Schicht Blasfolien-Anlagen sind heute Standard in der Barrierefolienproduktion. Mit ihnen lässt sich heute das gesamte Spektrum an Lebensmittelfolien produzieren“, erklärt Hoppe. Aktuell wurde in Asien die erste 11-Schicht-Anlage für Barriereanwendungen von W&H verkauft.  „Langfristige Flexibilität ist gerade bei Barrierefolien ein wichtiges Kaufkriterium. Es werden immer weiter neue Rezepturen als Antwort auf steigende Anforderungen an Funktion und Wirtschaftlichkeit entwickelt. Mit 11-Schichten ist sich der Kunde sicher, dass er auch zukünftig hochwertige Folien mit den modernsten Rezepturen fahren kann, und das profitabel“, so Hoppe.

Mehr zu Barrierefolien

Durch eine Gasbarriere schützen Barrierefolien Güter vor Umwelteinflüssen, wie Sauerstoff und Feuchtigkeit. Sie werden eingesetzt für feuchtigkeits- oder sauerstoffempfindliche oder geruchsintensive Produkte. Typische Einsatzgebiete sind z.B. Käse- und Wurstverpackungen. Der Bedarf an hochwertigen Barrierefolien wächst weltweit, beispielsweise um Lebensmittelversorgung in Wachstumsregionen zu sichern.

Bei den Arten wird zwischen Barrierefolien (PE + Polyamid) und Hochbarrierefolien (PE + Polyamid + EVOH) unterschieden. Symmetrische Rezepturen zeichnen sich dadurch aus, dass Außen- und Innenschicht aus der gleichen Rohstoff-Familie stammen, mit der Barriereschicht als Mittelteil. Asymmetrische Rezepturen haben dagegen zwei unterschiedliche Rohstofffamilien in Innen- und Außenschicht.

Wichtige Kriterien für die Produktion von Barrierefolien:

  • Gleichmäßige Foliendicke für optimale Weiterverarbeitung
  • Einzeldickentoleranz für effizienten Ressourceneinsatz

W&H Maschinen für die Extrusion von Barrierefolien:

  • VAREX II: Die Blasfolienanlage für optimale Kombination von Qualität, Effizienz und Flexibilität
  • AQUAREX: Die wassergekühlte Blasfolienanlage für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Optik, Durchstoßfestigkeit und Tiefziehbarkeit
  • FILMEX II: Die Gießfolienanlage für höchste Qualität und Ausstoß bei Barrierefolien 


W&H Maschinen für die Bedruckung von Barrierefolien

  • HELIOSTAR II - Die Tiefdruckmaschine für anspruchsvolle Motive, z.B. im Halbtonbereich und mit feinsten Verläufen, Schriften und Strukturen
  • DYNASTAR – Die Tiefdruckmaschine für höchste Druckqualität und hohe Wirtschaftlichkeit auch bei kurzen Aufträgen
  • MIRAFLEX II: Die Flexodruckmaschine für optimale Qualität bei hohen Geschwindigkeiten, auch für den Einsatz von Wasserfarben

Neue Ansätze zur Nachhaltigkeit von Barrierefolien

Aktuell ist Nachhaltigkeit beispielsweise ein großer Treiber für neue Rezepturen. Barrierefolien leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie Lebensmittelverluste reduzieren und hygienische Verpackungen ermöglichen. Eine Herausforderung, an der von Rohstoffherstellern und Produzenten gearbeitet wird, ist ihre Recycelfähigkeit. „Es gibt beispielsweise Entwicklungen zu wasserlöslichen und biologisch abbaubaren Barrierematerialien. Heute sind diese Materialien noch nicht in großen Mengen verfügbar und teurer als Standardmaterialien. Umso wichtiger ist es, dass die Rohstoffe optimal eingesetzt werden“, erklärt Hoppe.

W&H Blasfolienanlagen für Barrierefolien: Effizienz und Qualität

Blasfolienanlagen von W&H werden weltweit zur Produktion hochwertiger Barrierefolien eingesetzt. „Wir haben über 200 Anlagen zur Barrierefolienproduktion im Markt.“, so Hoppe. Die Blasfolienanlagen von W&H überzeugen mit besonders hoher Effizienz und großer Flexibilität. Der Blaskopf MAXICONE mit patentiertem konischen Verteilersystem ermöglicht die Umsetzung vielfältiger Strukturen, auch mit extremen Schichtverhältnissen. Die universelle W&H HPS-Barriereschnecke garantiert Flexibilität bei der Verarbeitung unterschiedlichster Rohstoffe, wie PE, PP als auch PA und EVOH. Teure Rohstoffe können durch sehr gute Einzelschichttoleranzen sehr dünn gefahren werden. Kurze Fließwege bei gleichzeitig geringen Materialmengen im Werkzeug verhindern den Materialabbau sensitiver Rohstoffe und ermöglichen schnelle Materialumstellungen.

Alles aus einer Hand – Von der Extrusion bis zum Druck

Neben den für Barrierefolien optimierten Anlagen ist die Beratungskompetenz mit Jahrzehnte langer Marktexpertise ein wichtiger Erfolgsfaktor von W&H. „W&H bietet als einziger Maschinenbauer luft- und wassergekühlte Blasfolienanlagen und Gießfolienanlagen in einem Portfolio. Damit können wir unabhängig beraten und haben für jede Anwendung die richtige Anlage im Portfolio“, erklärt Hoppe.  Für die anschließende Bedruckung der Barrierefolien hat W&H sowohl Tief- als auch Flexodruckanlagen im Angebot. „Durch unser Wissen über den gesamten Prozess von der Extrusion bis zur Verarbeitung können wir besser beraten, beispielsweise welche Toleranzen bei der Folienproduktion eine optimale Weiterverarbeitung im Druck sichern. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, das optimale Gesamtergebnis für ihre Barrierefolien-Verpackungslösung zu erreichen“, fasst Hoppe das Leistungsspektrum zusammen.

 

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